Zeitumstellung am 30. März: Auswirkungen auf den Schlafrhythmus in Siegen-Wittgenstein

Rund 3.200 Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein leiden an Schlafstörungen – Zeitumstellung kann Beschwerden verstärken

Bildunterschrift: Die kürzeste Nacht des Jahres steht bevor: Am 30. März wird die Uhr um zwei Uhr eine Stunde vorgestellt. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Die Umstellung auf die Sommerzeit steht bevor: In der Nacht vom 29. auf den 30. März wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Für viele bedeutet das nicht nur eine verkürzte Nacht, sondern auch eine Störung des natürlichen Biorhythmus. Besonders betroffen sind Menschen mit bestehenden Schlafstörungen. Laut einer aktuellen Analyse der AOK NordWest leiden im Kreis Siegen-Wittgenstein rund 3.189 AOK-Versicherte an nichtorganischen Schlafstörungen.

Schlafmangel kann gesundheitliche Folgen haben

„Die fehlende Stunde bringt den gewohnten Tagesablauf durcheinander und kann gesundheitliche Probleme wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Bluthochdruck verstärken“, erklärt Dirk Schneider, Serviceregionsleiter der AOK NordWest. Die Zahlen belegen, dass Schlafstörungen weitreichende Folgen haben: Allein im Jahr 2024 fielen bei AOK-versicherten Beschäftigten im Kreis Siegen-Wittgenstein 4.939 Fehltage aufgrund von nichtorganischen Schlafstörungen an. In schweren Fällen kann Schlafmangel sogar dazu führen, dass Betroffene arbeitsunfähig werden.

Warum die Zeitumstellung besonders belastend ist

Die innere Uhr des Menschen lässt sich nicht so einfach umstellen wie eine Armbanduhr. Besonders empfindlich reagieren Babys, Schichtarbeiter und Menschen mit Schlafproblemen. Neben der Zeitumstellung gibt es viele weitere Faktoren, die zu Schlafstörungen führen können: Stress, ungesunde Ernährung, übermäßiger Koffein- oder Alkoholkonsum sowie psychische oder körperliche Erkrankungen.

Tipps für besseren Schlaf trotz Zeitumstellung

Damit der Körper sich besser an die Zeitumstellung gewöhnen kann, empfiehlt es sich, bereits einige Tage vorher den Schlafrhythmus schrittweise anzupassen. Wichtig sind außerdem eine gute Schlafhygiene und eine entspannende Abendroutine. Dazu gehören:

  • Eine angenehme Schlafumgebung mit kühler Raumtemperatur
  • Verzicht auf schwere Mahlzeiten, Koffein, Alkohol und Nikotin am Abend
  • Regelmäßige Bewegung, wie ein abendlicher Spaziergang

Wer dauerhaft unter Schlafstörungen leidet, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Die AOK NordWest bietet dazu den liveonline-Kurs „Schlaf gut“ an, in dem Teilnehmende wertvolle Tipps zu Schlaf- und Psychohygiene erhalten.

Weitere Informationen gibt es unter www.aok.de/nw, Stichwort „Schlaf“ im Gesundheitsmagazin.

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